Projekte und Maßnahmen
Schritt für Schritt werden seit 2016 Projekte und Maßnahmen umgesetzt, die der Verbesserung der Lebensbedingungen im Wohngebiet Baunsberg dienen.
Grundlage ist das Integrierte Handlungskonzept mit der Maßnahmenliste. Die bereits umgesetzten Projekte, aber auch die aktuell in der Vorbereitung befindlichen Projekte werden hier vorgestellt.
Neue Wege im Wohngebiet
Wegekonzept für das Wohngebiet
Die Wege durch das Wohngebiet sind ein wichtiges Thema seit Beginn des Erneuerungsprozesses. Als zentraler Wunsch bei der Bewohnerbeteiligung wurde eine durchgängige zentrale Fuß- und Radwegeverbindung von Norden nach Süden formuliert. Großzügig und barrierefrei sollte sie sein und die Erreichbarkeit von Wohnungen, Gemeinschaftseinrichtungen und Nahversorgung verbessern. In Ergänzung dazu sollten leistungsfähige Querverbindungen geschaffen werden, um ein feinmaschiges, wohngebietsinternes Wegenetz zu etablieren. Das auf dieser Basis und weiterer Abstimmungsprozesse erstellte Wegekonzept hat planerische Antworten auf die Wünsche gefunden. Mit der Konzepterstellung beauftragt war die Planungsgemeinschaft foundation 5+ mit dem Büro hanf Gartenarchitekten und Landschaftsplaner aus Kassel.
Das Konzept ist Grundlage für die weitere Detailplanung. Möglichst auf bestehenden Wegetrassen führt die neue durchgängige Nord-Süd-Verbindung. Mit überwiegend 3,3 Metern ist sie breit genug damit sie Fußgänger, Nutzer*innen z. B. mit Kinderwagen oder Rollstuhl und auch Fahrradfahrer bequem nutzen können und Begegnung keine brenzligen Situationen auslösen. Ein Blindenleitsystem sowie ein separater Ausstattungsstreifen für Sitzgelegenheiten, Abfallbehälter, Beleuchtung erhöhen den Komfort und die Sicherheit. Wo sich Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen treffen, entstehen 5 Knotenpunkte. Hier werden Plätze und Flächen als Aufenthaltsorte für Erwachsene und Kinder gestaltet.



2021: Erster Lückenschluss in der Nord-Süd-Verbindung! - Neue Wegeverbindung zwischen der Kita Birkenallee und der Akazienallee 42
In drei Bauabschnitten wird die neue breite Wegeverbindung in Nord-Süd-Richtung zwischen dem Stadtteilplatz Bornhagen und der Lindenallee hergestellt bzw. umgebaut.
Der erste Abschnitt mit dem neuen Platz neben dem Büro der GWH ist Ende 2021 fertiggestellt worden. Dafür wurde der Weg entlang des Gartens der Kita verbreitert und der Gestaltung für die sogenannte Magistrale angepasst. Für den Garten der Kita bedeutete dies eine Verkleinerung, die im nördlichen Bereich in Teilen ausgeglichen werden konnte.
Anschließend wurde der Bereich nördlich des Gartens aufgewertet und ein neuer Platz ist entstanden. Markantes Merkmal und zugleich spielerisches Element sind die bunten „Drops“, die vor allem als Spielelement genutzt werden können. Vom Platz führt der zentrale Weg nun auch direkt zum Haus Akazienallee 42 bis 46. Damit ist ein wichtiger Lückenschluss erreicht worden und es muss nicht mehr auf Trampelpfaden durch das Gebüsch gegangen werden.
Der Wegeabschnitt entlang der Kita bis zum Platz wurde mit Mitteln aus dem Programm „Nahmobilität“ im Bereich der Verkehrsinfrastrukturförderung des Landes Hessen sowie dem Eigenanteil der Stadt Baunatal finanziert.





2021: Weiterer barrierearmer Ausbau des Weges von der Tram-Haltestelle bis zum Kinder- und Familienzentrum
Der im Jahr 2016 neu entstandene Weg von der Straßenbahnhaltestelle zur Birkenallee hat eine 2021 Fortsetzung bekommen. Der Fuß- und Radweg von der Birkenallee bis zum Kinder- und Familienzentrum wurde barrierearm umgebaut. Dieser Umbau ist gleichzeitig das erste Projekt zur Verbesserung der Ost-West-Verbindungen zwischen der Birkenallee und der Akazienallee bzw. bis zum Waldrandweg. Als zentrales Element wurde die Treppe zum Stadtteilplatz entfernt. Stattdessen ermöglicht nun eine Rampe ein sicheres und bequemes Gehen und Fahren. Gleichzeitig wurde der Weg verbreitert, damit eine Begegnung von Zufußgehenden und Radfahrenden gut möglich ist. Im Zuge des Umbaus wurden auch die Zugänge zum Parkplatz ohne Stufen ausgestaltet. Da der Weg dennoch stetig bergan geht und doch eine gewisse Länge hat, gibt es an zwei Stellen Bänke, die zum Ausruhen einladen - dies wurde insbesondere von älteren Bewohnerinnen und Bewohnern immer wieder als wichtig betont. Eltern können nun beim Abholen der Kinder auf der platzähnlichen Wegeaufweitung oberhalb der Kita Abenteuerland auf einen Plausch verweilen, bevor sich die Heimwege in verschiedene Richtungen zerstreuen.
Mit diesem Umbau wurde ein zentraler Weg im Wohngebiet Baunsberg attraktiv für alle Bevölkerungsgruppen umgestaltet. Die Erreichbarkeit von Schule, Kindertagesstätten und Stadtteilzentrum Baunsberg sowie von der Tram-Haltestelle wird verbessert. Der Entwurf für diesen Wegeabschnitt wurde im Frühjahr 2020 mit den anliegenden Einrichtungen, dem Behindertenbeirat sowie mit Seniorenarbeitskreis abgestimmt.
Zusätzlich zu den Fördergeldern aus dem Bund-Länder-Programm Sozialer Zusammenhalt (ehemals Soziale Stadt) wurde dieses Projekt durch Fördergelder vom Land Hessen aus dem Programm Nahmobilität gefördert.








2016: Bau eines barrierearmen Weges von der Straßenbahnhaltestelle zur Birkenallee
Über 60 Menschen haben am Samstag, den 30. April 2016 mit einer gemeinschaftlichen Aktion die Einweihung des neuen barrierefreien Weges, der die Birkenallee mit der Straßenbahnhaltestelle verbindet, gefeiert.
Dieser Weg ist das erste sichtbare Zeichen für die kommenden Veränderungen im Wohngebiet. Er ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Baunatal, der GWH und der Naussauischen Heimstätte/Wohnstadt, somit ein gutes Beispiel für das, was Soziale Stadt ausmacht. Am Samstag, den 30.04.2016, haben zur Einweihung Bewohnerinnen und Bewohner, Vertreterinnen und Vertreter der Wohnungsbaugesellschaften und Politikerinnen und Politiker in einer gemeinsamen Aktion entlang des Weges Blumensamen ausgesät, damit es hier im Sommer in allen Farben blüht.
Die barrierefreie Verbindung von der Birkenallee zur Straßenbahnhaltestelle ist nach einem halben Jahr Bauzeit fertig. Der neue Weg ist 150 Meter lang und zwischen 2,30 und 4,50 Meter breit. Der zu überwindende Höhenunterschied von fast 9 Metern entspricht einer Steigung von rund 6 Prozent.


Neugestaltung des Wohnumfelds
2021: Neugestaltung der Außenflächen in der Dachsbergstraße 26-32 durch die GWH

Im Februar 2021 wurde das erste Wohnumfeld an der Dachbergstraße erneuert. Nach dem Abschluss der Sanierung des Hochhauses Dachsbergstraße 32 folgenden die Maßnahmen im Außenbereich der Häuser 26-32. Hier wurde mit der Gestaltung an den bisherigen Prinzipien angeknüpft, so dass weiterhin ein einheitliches Bild gefördert wird und gleichzeitig Besonderheiten entstehen.
Neben der Erneuerung der Wege und der Abfallstandorte wird insbesondere die bestehende Sandfläche oberhalb der Hausnummer 30 umgestaltet. Da im Umfeld viele Kinder leben, soll es hier weiterhin ein Spielangebot geben. Zukünftig kann hier auf einer Sandfläche geschaukelt werden. Ein weiterer Weg überquert die Wiese zwischen den Häusern. An diesem bietet ein Kletterelement die Möglichkeit, die eigene Geschicklichkeit zu erproben. Vor dem Haus Dachsbergstraße 32 ist ein kleiner Platz mit Sitzpodesten und im Frühjahr blühenden Kleinbäumen entstanden.
Im Rahmen der Baumaßnahme wurde auch die Dachsbergstraße vor den Häusern 26-30 erneuert und barrierearm an den Fußweg entlang der Obstwiese Richtung Kinder- und Familienzentrum angebunden. Damit ist der erste Abschnitt der zukünftigen Magistrale entstanden.



2018-2020: Wohnumfeldmaßnahmen durch die Wohnungsbaugesellschaft WOHNSTADT
Die Wohnungsbaugesellschaft WOHNSTADT hat zwischen 2018 und 2020 Wohnumfeldmaßnahmen an verschiedenen Standorten innerhalb des Wohngebiets fertiggestellt. An der Birkenallee 66/66a wurden die alte Treppenanlage erneuert und ein im Bestand als einfacher Plattenlaufstreifen angelegter Nebenweg zum Parkplatz als ordentlicher Weg ausgebaut. Im Bereich der Häuser "Am Fuchsberg" und "Baunsbergstraße" wurden Hauszugangswege erneuert und barrierearm ausgebaut sowie die Mülltonnenstellplätze optisch aufgewertet.

2020: Neugestaltung der Außenflächen in der Birkenallee 83-91 durch die GWH
Im Herbst 2020 wurde nach Fertigstellung des Neubaus Birkenallee 101A das zunächst letzte Karree an der Birkenallee von der GWH umgestaltet. Die Gestaltung im Bereich der Hauseingänge Birkenallee Nr. 83, 85, 87, 89 und 91 folgte den bisherigen Projekten. Neben der Erneuerung der Wege und der Abfallstandorte wurde außerdem die bestehende Sandfläche neugestaltet. Die monoton und unattraktiv wirkende Fläche wurde mit Sitzgelegenheiten und Spielmöglichkeiten (Bodentrampolin, Doppelschaukel, Sandspielbereich) in einen „Treffpunkt“ für die Anwohner*innen umgestaltet. Auch mehrere "Baunsberg-Schafe" findet man grasend auf der Wiese.






2019: Neugestaltung der Außenflächen in der Birkenallee 59 - 67 durch die GWH
2019 wurde mit der Umgestaltung des nächsten Karrees begonnen. Nach der Fertigstellung des zweiten Neubaus 59A an der Birkenallee wurde die von nun 3 Gebäuden umschlossene Grünfläche mit den Hausvorbereichen neu gestaltet. Für die Häuser Birkenallee 59-67 wurden Hauseingänge, Wege und Abfallstandorte erneuert sowie Aufenthaltsbereiche mit Spielangeboten geschaffen. Bei der Gestaltung wurde an den bisherigen Prinzipien angeknüpft, so dass weiterhin ein einheitliches Bild gefördert wird und gleichzeitig Besonderheiten entstehen.
Neben der Erneuerung der Wege und der Abfallstandorte wurde insbesondere der Innenbereich zwischen den Gebäuden umgestaltet. Für kleinere Kinder ist eine Sandfläche entstanden. Während die Erwachsenen von der Birkenallee zukünftig eine Treppe als Zuwegung zu den Häusern nutzen können, können die Kinder über einen Kletterparcours balancieren. Die Treppe über die Wiese ist auf Anregung der Bewohnerinnen und Bewohner in den Entwurf eingeflossen, da sich diese einen möglichst kurzen Weg von der Straße zu den Häusern gewünscht haben.
2018: Neubau eines Wohnhauses durch die GWH an der Birkenallee mit Neugestaltung des Wohnumfeldes
Die Wohnungsgesellschaft mbH Hessen (GWH) hat im Jahr 2015 den Wohnungsbestand der GAGFAH im Wohngebiet Baunsberg gekauft und besitzt hier nun ca. 750 Wohnungen. Im Rahmen einer ganzheitlichen Quartiersentwicklung wird auch die GWH ihren Beitrag leisten und in Ergänzungsbauten investieren. Dafür wurde der Bebauungsplan Nr. 1 "Am Baunsberg" zum 7. Mal geändert. Zudem wertet die GWH mit finanzieller Unterstützung über das Programm Soziale Stadt/Sozialer Zusammenhalt und mit Mitteln der Stadt Baunatal das Wohnumfeld auf.
In einem ersten Schritt wurde das Wohnumfeld der Gebäude der Birkenallee 27-45 verbessert. Es stellt die Umgebung des Baunsberg-Pilotprojektes dar, welches einen ersten Akzent beispielhafter und nachhaltiger Nachverdichtung im Bestand setzt. Hier erfolgte im April 2017 die Grundsteinlegung für 26 bezahlbare Mietwohnungen in einem gewachsenen Quartier, um so den Bedarf an kleinen und großen Wohnungen aufzunehmen. Im Herbst 2018 wurde der Bau fertiggestellt. Bis zum Ende des Jahres 2019 waren fast alle neuen Mieter eingezogen.
Auch die Wohnumfeldmaßnahmen wurden Im Herbst 2018 fertiggestellt. Die Eingangsbereiche der bestehenden Gebäude und deren Zugänge waren „in die Jahre“ gekommen und wiesen nicht nur optische, sondern auch funktionale Mängel auf. Durch die Optimierung der Eingangsbereiche sind neue Räume für Aufenthalt und Kommunikation entstanden. Neues Mobiliar wie Sitzbänke, Fahrradanlehnbügel und neue Leuchten lassen die Eingangsbereiche freundlicher wirken und optimieren gleichzeitig die Funktionalität dieses Raums. Außerdem ist die barrierefreie Erreichbarkeit der Gebäude verbessert worden, damit der Zugang insbesondere für ältere Menschen erleichtert wird.
Der teilweise schlechte Zustand der Abfallstandorte wurde durch ein einheitliches Gestaltungsbild der Stellflächen attraktiver in den Außenbereich eingebunden. So entstanden zwei zentrale Müllstandorte, um die insgesamt hohe Anzahl an Standorten zu reduzieren. Die alten Einfriedungen wurden durch Mauern aus Naturstein-Gabionen ersetzt. Durch den dann geschlossenen Baukörper fällt der direkte Blick auf den Müll weg.
Neben der Erneuerung des Wegesystems und der Abfallstandorte wurde insbesondere der bestehende Spielplatz neugestaltet. Der Spielplatz im Bereich der Hausnummern 39-45 hatte keinen Spielwert mehr, da die Spielgeräte veraltet sind. Die monoton wirkende Fläche bildet nun mit dem Neubau einen „Innenhof“. Durch die topografischen Gegebenheiten bietet sich die Terrassierung in drei unterschiedliche Ebenen an. Dadurch sind drei großzügig angelegte Spielbereiche entstanden, welche harmonisch in den Hang eingebunden sind. Höhepunkt des Spielplatzes ist die Röhrenrutsche welche die Ebenen als „geheimer Schnellweg“ miteinander verbindet.

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