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Demokratie von Anfang

Wir planen mit

Ein Kita-Neubau aus Kindersicht

Die 5- und 6-jährigen Kinder des Talrainkindergartens sind in 2012 immer wieder in die Rolle von Architekten/-innen geschlüpft und haben sich so mit dem Neubau der Kindertagesstätte beschäftigt.
Bei einem ersten Treffen haben sie ihren Kindergarten Talrain bewertet: „Was gefällt euch gut, was nicht? Wo spielt ihr gerne, wo nicht?“. Dann ging es auf Exkursion in zwei andere Baunataler Kindergärten: „Sind Kindergärten überall gleich? Was ist dort toll?“ Als Architekten/-innen haben sie dann ihren Wunschkindergarten als Modell aus Kartons gebaut und im Februar ihre Ideen für den Neubau des Kindergartens den Architekten vorgestellt.

Was machen Kinder denn nun gerne im Kindergarten? Wofür brauchen sie Raum und Ausstattung?

Malen und basteln, bauen, Ball spielen, turnen, rennen, springen, Höhlen bauen, Spiele spielen, lesen, Bücher ansehen, Mutter-Vater-Kind spielen, kuscheln, verkleiden, verstecken, mal allein sein können, Ruhe haben.

Und: Wie stellen sich die Kinder ihre Wunschkita vor?

Ein großer Spielflur ist die Kindergartenmitte, von hier sollen die Räume abgehen.
Jeder Gruppenraum hat ein Bad und mindestens einen Nebenraum für einzelne bzw. ruhigere Aktivitäten. Der Turnraum ist mit dem Flur mit einer „Tür zum Wegmachen“ verbunden. Bei Festen kann so aus beiden Räumen ein ganz großer Raum werden.

„Durch die Wände schauen können“
Die Kinder finden es gut, wenn sie von einem Raum in den anderen, vom Flur in die Räume, von drinnen nach draußen schauen können.

„Viel Platz für Bewegung und Spiel“ und „Nicht alles in einem Raum“
Platz - für Bewegung und Spiel, zum Bauen und Springen, um sich entspannt an- und ausziehen zu können - ist ein zentrales Anliegen der Kinder. Konkrete Vorschläge sind hier: Großer Flur zum Spielen und An-/Ausziehen, Turnraum mit viel Platz, Abstellräume.
Den Kindern ist es immer wieder zu laut. Einige möchten gerne auch mal alleine oder in kleineren Gruppen sein. Deshalb sollten sich nicht alle Angebote auf wenige Räume konzentrieren.

Das sind nur einige der Punkte, die die Kinder den „echten“ Architekten als Anregungen für die Neuplanung mit auf den Weg gegeben haben. Diese haben dann wiederum den Kindern ihren Entwurf vorgestellt.
Die Beteiligung der Kinder bei der Neuplanung des Kindergartens stellt zum einen sicher, dass auch die Sichtweise sowie die Erfahrungen der Kinder einbezogen werden. Für sie ist es die Möglichkeit, den Planungsprozess hautnah mitzukriegen. Die Kinder erleben, dass sie ernst genommen werden, ihre Meinung eine Bedeutung hat, auch wenn sie wissen, dass am Ende nicht alles in Erfüllung gehen kann. Letztendlich ist es Bildung auf vielen Ebenen, die auch im pädagogischen Konzept in Baunatal umgesetzt wird: Demokratiebildung, Formulierung von eigenen Bedürfnissen, Partizipation, räumliche Wahrnehmung und vieles mehr.

 
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