Telefon: 0561 4992-0

23.04.2024

Der Aufbau der Leichtbauhalle in Hertingshausen geht gut voran.
Der Aufbau der Leichtbauhalle in Hertingshausen geht gut voran.

Neue Leichtbauhalle für Stadtteilwehr Hertingshausen

Weitere Unterstellmöglichkeit für Fahrzeuge - Baunataler Feuerwehr ist gut aufgestellt

Noch bis voraussichtlich Mai dauern die seit Februar laufenden Arbeiten zur Errichtung einer neuen Fahrzeughalle im Bereich des Parkplatzes auf dem Gelände der Hertingshäuser Stadtteilfeuerwehr. Die für den Bau der neuen Leichtbauhalle, eine Aluminium-Gerüstkonstruktion, erforderlichen Gründungsarbeiten haben die Mitarbeiter der mit dem Bau beauftragten Firma FR. Richter Bauunternehmung GmbH aus Kassel bereits Ende März abgeschlossen.

Das kleine Bestandsgebäude der Feuerwehr verfügt bislang lediglich über einen Stellplatz für ein Löschgruppenfahrzeug. Die neue Halle wird daher als zusätzliche Unterstellmöglichkeit für ein Mannschaftstransportfahrzeug sowie einen Anhänger benötigt.

„Auch in Zeiten knapper werdender Haushaltskassen hat der Brandschutz in unserer Stadt weiterhin oberste Priorität. Die Unterstützung unserer Feuerwehr mit den Stadtteilwehren bleibt eine Herzensangelegenheit und eine unserer vorrangingen Aufgaben, der wir selbstverständlich im Sinne der Sicherheit aller Bürger unserer Stadt sowie unserer engagierten Feuerwehrfrauen und -männer nachkommen. Darüber herrscht in der Verwaltung ebenso wie in den städtischen und politischen Gremien Einigkeit“, betont Erster Stadtrat Daniel Jung. Um den zunehmenden Anforderungen und Herausforderungen gerecht zu werden, sei es unabdingbar, eine moderne Ausstattung zu gewährleisten.

Wie im Bedarfs- und Entwicklungsplan der Feuerwehr dokumentiert sei, seien für die kommenden Jahre bauliche Veränderungen an den Standorten der Stadtteilfeuerwehren sowie weitere Lagermöglichkeiten für den erhöhten Bedarf im Katastrophenschutz erforderlich. Bei der Maßnahme in Hertingshausen handele es sich um eine temporäre Lösung. Sollten danach an anderer Stelle im Stadtgebiet Lagerkapazitäten benötigt werden, könnte die Halle wieder abgebaut und dort, wo es erforderlich wäre, neu aufgebaut werden.

Mitgliederzahl: 500er Marke ist geknackt

Die Baunataler Feuerwehr ist sehr gut aufgestellt. Während der diesjährigen Jahreshauptversammlung hatte Stadtbrandinspektor Ralf Seitz verkündet, dass der Mitgliederstand erfreulicherweise angestiegen ist: „Das Ziel, die 500er Grenze zu knacken, wurde mit einer Gesamtzahl von 523 Mitgliedern in allen Abteilungen erreicht“, stellte er fest. Der Einsatzabteilung gehören 260 Feuerwehrfrauen und -männer an. Die Alters- und Ehrenabteilung zählt 89 Mitglieder, in der Jugendfeuerwehr sind 134 Mädchen und Jungen aktiv. Und mit 40 Mitgliedern in der Kinderfeuerwehr steht der Nachwuchs bereits in den Startlöchern.

Philip Wagner, stellvertretender Stadtbrandinspektor, berichtete, dass die Feuerwehr Baunatal im Vorjahr insgesamt 208 Einsätze abgearbeitet habe, darunter 41 Brandeinsätze und 104 Hilfeleistungen. Vor allem Verkehrsunfälle und ausgelöste „E-Calls“ hätten die Feuerwehr gerade im Jahr 2023 auf Trapp gehalten. Der Großteil der Einsätze müsse innerhalb der Woche abgearbeitet werden. Um diese Einsatzzahlen zu bewältigen, genug Personal und die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist einhalten zu können, sei es unerlässlich die Struktur wie in den vergangenen Jahren in der bewährten Form in allen sieben Stadtteilfeuerwehren zu erhalten.

Überörtlich seien die Baunataler 2023 17mal im Einsatz gewesen. „Was wir aber gerne für die Nachbarkommunen tun, und wir sind auch auf ihre Hilfe angewiesen“, fügte Philip Wagner hinzu.

Insgesamt haben die Baunataler Feuerwehrleute im zurückliegenden Jahr fast 30.000 Stunden ehrenamtlich für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger geleistet. Mit Blick auf einige bekannt gewordene überregionale Vorfälle - u.a. verwies er auf die Übergriffe in der zurückliegenden Silvesternacht 2023/2024 - hatte Ralf Seitz festgestellt, deutschlandweit würden leider immer noch verbale und körperliche Übergriffe zum Einsatzalltag vieler Hilfskräfte gehören. Die Politik sei hier gefordert, den Einsatzkräften ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen, betonte der Stadtbrandinspektor.