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25.03.2020

Es gibt viele sinnvolle Herausforderungen für die Kinder in der unterrichtsfreien Zeit.
Es gibt viele sinnvolle Herausforderungen für die Kinder in der unterrichtsfreien Zeit.

Schulausfall wegen Corona

Tipps des Grundschulverbandes für die unterrichtsfreie Zeit

Seit dem 16. Marz sind beinahe alle Schulen in Deutschland bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Die Kinder müssen größtenteils zu Hause betreute werden, viele sogar gleichzeitig beim Arbeiten im Home Office. Zudem machen sich viele Eltern Sorgen, dass der vorgesehen Schulstoff wegen der fehlenden Schulwochen nicht geschafft wird. Wo es möglich ist, werden Lehrer den Eltern Lernmaterial und Arbeitspläne zu Hand geben.

Was Eltern, insbesondere von Grundschulkindern anbieten können, dass verrät der Grundschulverband. Dabei gehe es nicht darum den Schulunterricht zu ersetzen, erklärt Maresi Lassek, Vorsitzender des Grundschulverbandes. „Sie könnten jedoch in vielfältiger Weise mit ihrem Kind aktiv werden und durch das gemeinsame Tun über das inhaltliche Lernen des Kindes hinaus seine emotionale und sozialen Erfahrungen stärken“, betont er. Schulschließungen seien eine Chance, dass die Kinder einmal mehr selbstbestimmt tun könnten, was ihnen wichtig sei. „Eltern können anregen, vorschlagen, mitmachen, aber sie sollen vor allem die Kinder fragen, was sie interessiert, was sie wissen und tun wollen, und dann zu gemeinsamen Absprachen kommen“, schlägt der Grundschulverband vor.

Anregungen des Grundschulverbanes für das Lernen zu Hause

Ganz vorne an steht das Lesen: Abhängig von der Lesestufe, in der sich ein Kind befindet, kann das Aktivitäten vom Vorlesen bis zum eigenständigen Lesen, über Partnerlesen und 2 gegenseitiges Vorlesen umfassen. Vor allem sollte ein Lesestoff gewählt werden, der die Interessen des Kindes trifft (Bilderbuch, Sachbuch, Abenteuergeschichten usw.). Und: Es ist sinnvoll, sich mit dem Kind über das Gelesene auszutauschen, über mögliche Fortführungen oder alternative Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren. 

Aufgaben und Spiele zum Kopfrechnen: Plus und Minus im Zahlenraum bis 20, 100, 1000, sowie kleines Einmaleins und das konzentriert 10 bis 15 Minuten pro Tag. Hierbei könnten und sollten auch die Kinder den Geschwistern oder Erwachsenen Aufgaben stellen.

Gesellschaftsspiele: Geübt werden Regelverhalten, soziale Fähigkeiten, Problemlöseverhalten, Strategieentwicklung, Ausdauer und Konzentration. Auch selbst ausgedachte Rollenspiele, sich verkleiden, Theater spielen macht nicht nur Spaß, sondern fördert soziale und sprachliche Fähigkeiten. 

Knobelaufgaben aus unterschiedlichen Sachbereichen stärken das logische Denken, regen zu gemeinsamen Gesprächen über Lösungswege an und machen meist der ganzen Familie Spaß. Bauen und Konstruieren (z. B. auch nach Bauanleitungen) mit Lego, Holzbausteinen und anderen Materialien, die zu Hause vorhanden sind, schulen technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, Handgeschicklichkeit, Feinmotorik, Wahrnehmung, Ausdauer, Geduld u.v.m. Zu gelungenen Bauwerken schreiben viele Kinder auch gerne die Bauanleitungen für andere auf.

Kreative Aufgaben und Künstlerisches wie Malen, Falten, Kneten u.a., wiederum abhängig vom Alter des Kindes, regen die Beobachtungsfähigkeit durch das Analysieren von Vorlagen (also die Wahrnehmung) an, stärken das Selbstbewusstsein durch konkrete Ergebnisse und verführen zum ausdauernden Verweilen, da es nicht um starre Übungsaufgaben geht. Der Fokus liegt dabei auf Erfahrungen in Bereichen, die der Grundschulverband mit „allseitiger Bildung“ umschreibt. Ein Lied einstudieren, ein Gedicht lernen, eine szenische Darstellung einüben für und mit den Eltern vermittelt emotionale Erlebnisse. In manchen Elternhäusern bieten sich dabei sicher neue Erfahrungen im Miteinander.

Ausflüge in die Natur ermöglichen sportliche Aktivitäten, aber auch die Beobachtung von Tieren und Pflanzen. Was man nicht kennt, worüber man mehr wissen will, kann man fotografieren und zu Hause in Lexika, in Sachbüchern oder im Internet recherchieren.

Insgesamt kann man sagen: Es geht es nicht um ein Lernen um des Lernens willen, sondern um sinnvolle Aktivitäten für die Kinder, bei denen sie immer auch etwas lernen können. Auch das Schreiben von Briefen und Einkaufszetteln, die dann tatsächlich gebraucht werden, sind schon für Erstklässler sinnvolle Herausforderungen. Wörter, die noch nicht so gut lesbar sind, können von den Eltern dann auch in der "Erwachsenenschrift", also in korrekter Form dazu geschrieben werden, um anderen das Lesen zu erleichtern.

Mehr dazu unter: www.grundschulverband.de

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