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24.01.2019

600 Gäste waren der Einladung zum Neujahrsempfang in der Stadthalle gefolgt.
600 Gäste waren der Einladung zum Neujahrsempfang in der Stadthalle gefolgt.

Baunatal bleibt auch 2019 gut aufgestellt

Neujahrsempfang unter dem Motto „Inklusion und Sport“

Hinter den Baunatalern liegt ein Jahr, das trotz vieler positiver Entwicklungen auch unvorhergesehene Veränderungen mit sich brachte. Trotz angespannter Haushaltslage ist der Blick ins neue Jahr optimistisch. Das vermittelte auch der Neujahrsempfang in der Stadthalle den rund 600 geladenen Gästen, die einen entspannten Vormittag erlebten.

In ihrer ersten Rede zum neuen Jahr als Bürgermeisterin verwies Silke Engler auf bewährte Projekte und Konzepte, die dazu führen, dass Baunatal auch 2019 in vielen Bereichen gut aufgestellt ist. Dazu zählt die herausragende Bildungslandschaft mit Bildungskette, Gebührenfreiheit und Pädagogischem Konzept, die wirtschaftliche Entwicklung und ein solides Fundament gesunder Infrastruktur. Vor allem aber habe besonders das zurückliegende Jahr gezeigt, dass es auf den Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl der Bürger ankomme. „Wir haben in Baunatal eine wunderbare Stadtgesellschaft, die auch Krisen gemeinsam meistern kann“, betonte die Bürgermeisterin.

Dass zu jener Stadtgemeinschaft alle Menschen dazugehören sollen, die in Baunatal leben und arbeiten, unterstrich eindrucksvoll das diesjährige Motto des Neujahrsempfangs „Sport und Inklusion“. Neben dem bunten und lebendigen Programm, das Sportler des KSV gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen - darunter die Montagsmusiker „MoMus“ der bdks - präsentierten, beleuchtete Festredner Martin Berg, Vorstandschef der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, in seinem ebenso unterhaltsamen wie informativen Vortrag dieses facettenreiche Thema.

Stadtverordnetenvorsteher Peter Lutze (v.l.), Festredner Martin Berg, Christian Geselle (OB Stadt Kassel), Bürgermeisterin Silke Engler, Sven Strauß (OB Sangerhausen) und Landrat Uwe Schmidt im Anschluss an den Neujahrsempfang in der Stadthalle. 
Stadtverordnetenvorsteher Peter Lutze (v.l.), Festredner Martin Berg, Christian Geselle (OB Stadt Kassel), Bürgermeisterin Silke Engler, Sven Strauß (OB Sangerhausen) und Landrat Uwe Schmidt im Anschluss an den Neujahrsempfang in der Stadthalle.

Baunatal ist bunt, vielfältig und offen - das unterstrich einmal mehr der diesjährige Neujahrsempfang, zu dem Bürgermeisterin Silke Engler rund 600 Gäste begrüßte, In vielen unterschiedlichen Bereichen erfüllen engagierte Bürger den Anspruch an eine gut funktionierende Stadtgesellschaft, in der alle Menschen dazu gehören sollen, mit Leben. Das Motto des Empfangs „Inklusion und Sport“ vereinte am Samstag zwei wichtige Bereiche, die in der Stadt fest verankert sind.

Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenzubringen gelingt in Baunatal bereits vorbildlich; als sichtbares Zeichen für das gute Miteinander steht die Begegnungsstätte Markt 5 mitten im Zentrum, die in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen feiert. Ein weiteres Inklusionsprojekt in der Stadt hatte beim Neujahrsempfang sozusagen „Premiere“: Im Rahmen des „Sportcampus“, eine neu begründete Kooperation zwischen der bdks und dem KSV, präsentierten die Musiker der Trommlergruppe der bdks und KSV-Sportler ihr inklusives Musikprojekt „Drums alive“. Der Sportcampus sei ein idealer Ort mit idealen Voraussetzungen, um Inklusion weiterzuentwickeln, sagte die Bürgermeisterin.

 
Moderatorin Kimberly Ziesmann führte souverän durch das abwechslungsreiche Programm. 
Moderatorin Kimberly Ziesmann führte souverän durch das abwechslungsreiche Programm.

Der Neujahrsempfang ist traditionell auch Anlass für einen Rückblick auf das zurückliegende sowie die Vorausschau auf das neue Jahr. Dabei ragen 2018 zwei Ereignisse heraus, die die Stadt vor unerwartete Veränderungen stellten und weiter stellen werden. Eine Zäsur sei der plötzliche Tod von Manfred Schaub am 20. Mai gewesen, erinnerte Silke Engler an schwere Tage und Wochen, die es zu bewältigen galt. „Und gemeinsam haben wir es geschafft“, stellte die Bürgermeisterin fest. Der Zusammenhalt in der Stadt und weit darüber hinaus sei beispiellos gewesen.

Eine weitere Herausforderung, vor denen die Stadt steht, sind die Auswirkungen der Dieselkrise und die daraus resultierenden geringeren Gewerbesteuereinnahmen. Trotz schwieriger Ausgangslage blicke sie positiv in die bevorstehenden Haushaltsberatungen, sagte Silke Engler. Ziel sei es, Baunatal mit einem ausgeglichenen Haushalt durch die nächsten fünf Jahre zu bringen. „Das geht nur, wenn alle einen Beitrag leisten, quer durch die Baunataler Stadtgesellschaft“, appelliert sie auch an das Gemeinschaftsgefühl der Bürger in der Stadt. Die gute Infrastruktur in Baunatal stehe auf einem soliden Fundament, fügte die Bürgermeisterin hinzu. In den letzten zehn Jahren seien 99 Millionen Euro in die Wasser– und Kanalleitungen, den Um– und Neubau städtischer Gebäude sowie in den Straßenbau verbaut worden - ohne dass dafür ein Darlehen aufgenommen werden musste.

 
Die Montagsmusiker „MoMus“ der bdks eröffneten den Baunataler Neujahrsempfang musikalisch mit dem Beatle-Hit „Lady Madonna“. 
Die Montagsmusiker „MoMus“ der bdks eröffneten den Baunataler Neujahrsempfang musikalisch mit dem Beatle-Hit „Lady Madonna“.

„Mit neuem Mut auf neuen Wegen - wenn wir dies gemeinsam wagen, wird es unserer Heimatstadt und den Menschen, die hier leben, auch in diesem Jahr gutgehen“, beendete Silke Engler ihre erste Rede als neue Bürgermeisterin der Stadt Baunatal, für die es anhaltenden Beifall gab.

Das gesellschaftliche, sportliche, kulturelle sowie soziale Leben in der Stadt wird maßgeblich von vielen engagierten Menschen gestaltet, die zu einem großen Teil ehrenamtlich in den Baunataler Vereinen, Verbänden und Institutionen tätig sind. Ihnen galt ein besonderer Dank der Bürgermeisterin. „Die vielen Stunden der ehrenamtlichen Arbeit sind nicht zählbar“, stellte sie fest. Zu den weiteren Gästen, die Silke Engler auch im Namen von Stadtverordnetenvorsteher Peter Lutze, der Stadtverordnetenversammlung und den Magistratsmitgliedern in Baunatal begrüßte, gehörten neben den Ehrenbürgern der Stadt u.a. auch Vertreter der Baunataler Wirtschaft sowie der ansässigen Banken, denen ein ausdrücklicher Dank für die jahrelange gute Zusammenarbeit galt, ebenso den anwesenden Amtskollegen aus den Nachbarkommunen.

 
Gelungene Inklusion: Die Trommler der bdks und die Sportler vom KSV traten gemeinsam auf. 
Gelungene Inklusion: Die Trommler der bdks und die Sportler vom KSV traten gemeinsam auf.

Silke Engler erinnerte auch an die beiden Großbrände im heißen Sommer 2018. Ihr Dank galt den Mitgliedern der Baunataler Feuerwehr für deren freiwilligen Einsatz im Brandschutz, ebenso den Rettungskräften vom ASB, Johanniter und DRK sowie den Vertretern der AWO und des VdK. „Alle, die für unsere Sicherheit sorgen, verdienen unsere Wertschätzung“, unterstrich die Bürgermeisterin.

Ein weiterer Dank dafür, dass die Anliegen der Stadt auch in Brüssel, Berlin und Wiesbaden Gehör finden, galt Esther Dilcher (MdB), Manuela Strube (MdL), Günter Rudolph (MdL) sowie der Europaabgeordneten Martina Werner.

Festrede

Dass Inklusion vor allem eine gesellschaftliche Aufgabe ist, bekräftigte in seiner Festrede auch Martin Berg von der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Der Bereich Sport eigne sich besonders gut dafür, die Teilhabe für Menschen mit Handicap zu ermöglichen. Dabei sei es wichtig, ihnen den Zugang zum Sport auch zu ermöglichen. Menschen mit Behinderungen, die in der Regel keinen formalen Abschluss haben, durch Erfolgserlebnisse - beispielsweise durch die Teilnahme an Wettkämpfen - Selbstwertgefühl zu vermitteln, sei ein wichtiges Anliegen. „Dazu bietet der Sport vielfältige Möglichkeiten“, sagte Berg. Doch Inklusion durch Sport setze Strukturen, die Auseinandersetzung mit dem Thema und gegebenenfalls auch die Bereitschaft für eine Umstellung in einigen Bereichen voraus.

 
Die jungen Artisten aus dem inklusiven Zirkus „Rand und Band“ aus Zierenberg mit „Zirkusdirektor“ Arne Junker begeisterten die Zuschauer mit ihren tollen Darbietungen. 
Die jungen Artisten aus dem inklusiven Zirkus „Rand und Band“ aus Zierenberg mit „Zirkusdirektor“ Arne Junker begeisterten die Zuschauer mit ihren tollen Darbietungen.

Europawahl am 26. Mai

Ernste und nachdenkliche Töne schlugen die Redner beim zweiten wichtigen Thema des Neujahrsempfangs an; die bevorstehende Europawahl. Eindringlich appellierten sowohl Landrat Uwe Schmidt als auch Stadtverordnetenvorsteher Peter Lutze an alle Bürger, am 26. Mai an die Wahlurne zu gehen. „Wir befinden uns an einem Scheideweg; diese Wahl ist sehr wichtig, denn wir brauchen ein starkes Europa als Garant für unsere Demokratie und ein friedliches Zusammenleben“, betonte der Landrat.

Die Europawahl sei eine Schicksalswahl, sagte Peter Lutze und er fügte hinzu: „Eine hohe Wahlbeteiligung ist die beste Grundlage für eine von der Bevölkerung getragenen demokratischen Entscheidung.“

Grußworte

Zu den Grußwortrednern gehörten auch die Oberbürgermeister Sven Strauß aus Baunatals Partnerstadt Sangerhausen in Sachsen-Anhalt sowie Christian Geselle aus Kassel. Beide dankten der Stadt Baunatal für die gute, konstruktive Zusammenarbeit. Im Bereich Inklusion und Sport sei man städte– und landkreisübergreifend in der Region gut aufgestellt, bemerkte Christian Geselle.

Baunatal und Sangerhausen hätten auch 2018 ihre Städtepartnerschaft gelebt und intensive Kontakte gehalten, stellte Sven Strauß fest. Das Thema Sport ziehe sich unter dem Motto „Sport bewegt Sangerhausen“ auch durch die Partnerstadt.

Die guten Freundschaften, die Baunatal seit vielen Jahren mit den Partnerstädten pflegt, zeigte sich auch in der Anwesenheit von Alain Vallé vom französischen Partnerschaftskomitee in Vire-Normandie, der beim Neujahrsempfang von Bürgermeisterin Silke Engler herzlich begrüßt wurde.

 
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