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08.08.2018

Über 700 Einsatzkräfte bei Großbrand in Rengershausen

Extreme Bedingungen während Löscharbeiten - Großeinsatz auch in Guntershausen

Wasser aus der Luft: Auch der Lösch-Hubschrauber der Polizei war im Einsatz.
Wasser aus der Luft: Auch der Lösch-Hubschrauber der Polizei war im Einsatz.

Bis nach Kassel war am Montag, dem 30. Juli, die dichte Rauchsäule zu sehen, die bei dem Großbrand in Rengershausen aufgestiegen war. Oberhalb an der Regionalbahnstrecke standen seit dem frühen Nachmittag eine Böschung, ein Getreidefeld und Waldflächen in Flammen. Am Ende brannten insgesamt mehr als 10.000 Quadratmeter ab. Um das Feuer zu löschen, verbrauchten die Einsatzkräfte 1 Mio. Liter Wasser allein aus dem Trinkwassernetz, das entspricht 8000 Badewannenfüllungen. Das benötigte Löschwasser wurde zum einen aus der städtischen Wasserversorgung und der Fulda entnommen. Dazu kam Wasser aus der Fulda für den Einsatz des Lösch-Hubschraubers und den Wassertransport, den die Landwirte übernommen hatten, sowie die Wasserversorgung durch die Feuerwehr u.a. aus Hydranten.

Als die Baunataler Feuerwehrleute nach der Alarmierung um 14.17 Uhr ausrückten, ahnte noch niemand, welche Herausforderungen sie an diesem Tag erwarten würden. Schnell war klar, dass eine landkreisübergreifende Alarmierung erfolgen musste, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Angerückt waren Katastrophenschutzzüge aus dem gesamten Landkreis Kassel, ebenso Feuerwehren aus dem angrenzenden Schwalm-Eder-Kreis, die Berufsfeuerwehr der Stadt Kassel, die Werkfeuerwehr von VW, das Technische Hilfswerk, Rotes Kreuz, Johanniter Unfall Hilfe und der Arbeiter Samariter Bund. Insgesamt waren am Montag, in der darauffolgenden Nacht sowie am Dienstag und Mittwoch zu den Nachlöscharbeiten über 700 Einsatzkräfte im Einsatz. Bei sengender Hitze gingen sie in ihren schweren Schutzanzügen oft über ihre Kraftgrenzen hinaus. Drei Einsatzkräfte erlitten Verletzungen.

Auch die Stadtverwaltung Baunatal war mit Mitarbeitern vor Ort, u. a. den Stadtwerken Baunatal. Eingesetzt wurden am Montag zudem ein Lösch-Hubschrauber der Landespolizei, der Rettungshubschrauber Christoph 7 für Erkundungsflüge, Polizei und Bundespolizei, Deutsche Bahn sowie ortsansässige Landwirte, die eine überaus wertvolle Hilfe mit ihren Arbeitsgeräten waren.

„Feuer aus“ am Montagabend

Die Hanglage der Brandstelle oberhalb des Tunnelportals der ICE-Strecke Kassel Fulda, weit entfernt von Straßen und Bebauung, hatte die Wasserversorgung erheblich erschwert. Ortsansässige Landwirte sorgten für den Wassertransport per Güllewagen zwischen Fulda und Brandstelle. Auch der sich mehrfach drehende Wind behinderte die Löscharbeiten. Die ICE Strecke musste zeitweise gesperrt werden, auch der Regionalzugverkehr rollte nicht. Die Sperrung sorgte für Verspätungen und Zugausfälle am Bahnhof Wilhelmshöhe.

„Feuer aus“ hieß es dann am Montagabend gegen 19.30 Uhr. Daraufhin gab es auch die Freigabe der ICE-Strecke mit Fahren auf Sicht, das heißt, in verlangsamter Fahrt am Einsatzort vorbei. Die vollständige Freigabe erfolgte am Dienstagvormittag. Am Mittwochnachmittag war der Einsatz offiziell beendet.

Die Versorgung der Einsatzkräfte erfolgte während der langwierigen Löscharbeiten durch die Hilfsorganisationen, die u.a. in den umliegenden Märkten weitere Vorräte in kurzer Zeit herbeischafften. Die Bevölkerung wurde durch KATWARN und Radiowarnungen informiert, die Türen und Fenster geschlossen zu halten und mit dem Wasserverbrauch sorgsam umzugehen.

Baunatals Erste Stadträtin Silke Engler, die unverzüglich vor Ort war, betont, dass „die vorbildliche Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte und die hohe Professionalität des Einsatzverlaufs dafür gesorgt haben, dass die Situation schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte“.

Die Brandursache ist zurzeit noch ungeklärt; die Bundespolizei ermittelt.

Gebäudebrand in Guntershausen

Die Feuerwehrleute hatten sich kaum von ihrem strapaziösen Einsatz erholt, da mussten sie am Donnerstagabend den nächsten Großbrand löschen. In Guntershausen stand ein leerstehendes Gebäude lichterloh in Flammen, der Rauch war bis in den Schwalm-Eder-Kreis sichtbar. Nach der Vollalarmierung gegen 20 Uhr rückte die Baunataler Feuerwehr aus. Beim Eintreffen am Brandort stellten die Einsatzkräfte fest, dass das Feuer nicht mehr innerhalb des Gebäudes gelöscht werden konnte, so dass ein sogenannter umfassender Außenangriff erfolgte; d.h., der Brand musste von außen durch Gebäudeöffnungen wie Fenster, Türen, dem Dachstuhl und bereits durchgebrannte Gebäudeteile unter Kontrolle gebracht werden. Alarmiert wurde der DB-Notfallmanager, eine umgehende Sperrung der Main-Weser-Bahn wurde gemeinsam eingeleitet. Es gab massive Unterstützung durch Polizei und Bundespolizei. Die eingeleiteten Maßnahmen zeigten Erfolg.

Zudem erfolgte eine landkreisübergreifende Alarmierung parallel über die Leitstelle Schwalm-Eder. Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Baunatal, Fuldabrück, Schauenburg, Guxhagen sowie der Berufsfeuerwehr Kassel, ebenso vom ASB, der Notarzt, Polizei und Bundespolizei vor Ort. Der Einsatz dauerte bis Freitagmorgen. Über Nacht blieb eine Brandwache am Brandort. Die Ursache ist noch nicht bekannt.

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