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#Inklusion

Mitmach-Aktion für den neuen Rollstuhl-Parcours am 5. Mai

22. April 2026

Ein Minibagger schüttet seinen Aushub in die Schaufel eines Radladers.
Ein Minibagger schüttet seinen Aushub in die Schaufel eines Radladers.
Die Arbeiten für den Rollstuhl-Parcours laufen.

Weitere Unterstützer für inklusives Projekt in Baunatal gesucht

In Baunatal nimmt ein besonderes inklusives Projekt weiter Gestalt an: Der geplante Rollstuhlparcours macht nach dem ersten Spatenstich sichtbare Fortschritte. In einer ersten Aktion engagierter ehrenamtlicher Akteure wurde die Strecke weiter ausgehoben und damit das Fundament für die kommenden Bauabschnitte gelegt – im wahrsten Sinne des Wortes. Der nächste Einsatz steht bevor:

Am 5. Mai, dem Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, ist eine weitere Mitmach-Aktion von 13 bis 16 Uhr geplant. Hierfür werden noch ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer gesucht. Ob mit Spaten oder Rechen, mit einem selbstgebackenen Kuchen zur Stärkung oder einfach mit Motivation, guter Laune und Tatendrang. Jede und jeder ist herzlich willkommen, sich einzubringen und für dieses Projekt zu engagieren.

Treffpunkt ist der Parkplatz vor der Rundsporthalle. Es wird um eine kurze Rückmeldung unter Tel. 0561 4992-490 (Freiraum im Zentrum und Second Home) gebeten, damit besser geplant werden kann.
Der Parcours greift ein zentrales Thema auf: den Alltag von Menschen mit Behinderung. Dieser ist häufig von zahlreichen Hindernissen geprägt: Stufen beim Einkaufen, Kabelbrücken bei Stadtfesten oder unterschiedliche Untergründe erschweren die Fortbewegung erheblich. Selbst alltägliche Situationen können zur Herausforderung werden, den Aktionsradius einschränken und abhängig von anderen Personen machen.

Dabei wird oft übersehen, dass Behinderung kein Randphänomen ist: Weltweit leben rund 1,3 Milliarden Menschen, das ist etwa jeder sechste Mensch, mit einer Behinderung. Viele davon erwerben ihre Einschränkung erst im Laufe ihres Lebens, etwa durch Krankheit, Unfall oder im Alter.

Um den Umgang mit dem Rollstuhl zu trainieren und Barrieren erfahrbar zu machen, entstand die Idee für den Rollstuhlparcours durch Hanne Leibold und wurde anschließend gemeinsam mit der Stadt Baunatal weiterentwickelt und geplant. Im richtigen Moment zu drehen, zu kippen und dabei die Balance zu halten, erfordert Übung und Konzentration, Fähigkeiten, die hier gezielt geschult werden können.

Er soll außerdem dazu einladen, einmal die Perspektive zu wechseln und selbst zu erleben, was es bedeutet, im Rollstuhl unterwegs zu sein.

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