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“Laut bleiben, damit es endlich leiser wird!“

31. März 2026

Demonstrierende Personen von denen einige gelbe Warnwesten tragen ein Transparent mit der Aufschrift "Schluss mit Lustig, Schluss mit Lärm"
Demonstrierende Personen von denen einige gelbe Warnwesten tragen ein Transparent mit der Aufschrift "Schluss mit Lustig, Schluss mit Lärm"
Viele der mehr als 70 anwesenden Bürgerinnen und Bürger, die der Einladung der IGL-A49 gefolgt waren, kommen aus den Stadtteilen Kirchbauna, Hertingshausen und Rengershausen.

Mehr als 70 Teilnehmende setzen Zeichen für mehr Lärmschutz an der A49

Gruppe Personen mit gelben Warnwesten steht auf einem Parkplatz, der Bürgermesiter hat ein Mikrofon in der Hand.
Gruppe Personen mit gelben Warnwesten steht auf einem Parkplatz, der Bürgermesiter hat ein Mikrofon in der Hand.
Auch Baunatals Bürgermeister Henry Richter nahm an dem Spaziergang Teil. In seiner Rede betonte er das Bemühen der Stadtverwaltung für mehr Lärmschutz an der A49.

Mehr als 70 Bürgerinnen und Bürger waren am Samstag, 21. März, der Einladung der Interessengemeinschaft Lärmschutz A49 (IGL-A49) zu einem gemeinsamen Spaziergang entlang der Autobahn bei Kirchbauna gefolgt. Die Veranstaltung fand anlässlich des Jahrestages des Lückenschlusses der A49 statt und bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich direkt vor Ort über die aktuelle Lärmsituation auszutauschen. Auch Baunatals Bürgermeister Henry Richter war vor Ort und suchte das Gespräch mit den Betroffenen.

Unter den Teilnehmenden befanden sich insbesondere Anwohnerinnen und Anwohner aus Kirchbauna, Hertingshausen und Rengershausen, die seit dem Lückenschluss eine deutliche Zunahme des Verkehrs und der Lärmbelastung wahrnehmen. In vielen Gesprächen wurde deutlich, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt: Der Verkehrslärm ist für zahlreiche Menschen zum dauerhaften Begleiter geworden – vor allem in den Abend- und Nachtstunden.

In seiner Ansprache machte Bürgermeister Richter deutlich, wie stark sich die Situation im vergangenen Jahr verändert hat. Die A49 habe sich zu einer bedeutenden Nord-Süd-Achse entwickelt, mit einem deutlich gestiegenen Verkehrsaufkommen von inzwischen bis zu 70.000 Fahrzeugen täglich und einem hohen Anteil an Schwerverkehr. „Der Verkehr ist mehr geworden, der Lärm ist mehr geworden, und damit sind auch die Sorgen vieler Menschen gewachsen“, so Richter. Dauerlärm belaste nicht nur die Lebensqualität, sondern stelle auch ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar.

Zugleich betonte der Bürgermeister die bisherigen Aktivitäten der Stadt Baunatal sowie der umliegenden Kommunen. In enger Abstimmung mit Städten und Gemeinden entlang der A49 wurde der Schulterschluss gesucht, um gemeinsam gegenüber Bund und Autobahn GmbH aufzutreten. Ein wichtiger Schritt war dabei ein gemeinsames Schreiben an das Bundesverkehrsministerium, in dem Bürgermeister Richter zusammen mit seinen Amtskollegen konkrete Maßnahmen zum Lärmschutz einforderte. Ziel ist, die besondere Situation entlang der A49 stärker zu berücksichtigen und kurzfristig wirksame Lösungen wie Tempolimits auf den Weg zu bringen.

Darüber hinaus verwies Richter auf weitere laufende Initiativen, etwa die Prüfung verkehrsrechtlicher Maßnahmen sowie den anhaltenden Austausch mit den zuständigen Behörden. Klar sei: Neben kurzfristigen Entlastungen werde es langfristig auch bauliche Maßnahmen wie Lärmschutzwände oder lärmmindernden Asphalt brauchen, um die Situation nachhaltig zu verbessern.

Der Spaziergang machte deutlich, wie groß der Handlungsdruck ist und wie wichtig das Engagement der Bürgerschaft bleibt. Bürgermeister Richter würdigte ausdrücklich den Einsatz der Interessengemeinschaft und der Teilnehmenden und bekräftigte abschließend: „Wir bleiben dran, wir bleiben laut – damit es für Sie leiser wird.“