Religiöse Bildung im Astrid-Lindgren-Haus oder Rund ums Ei
31. März 2026

Das Recht der Kinder auf religiöse Bildung ist im Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan fest verankert.
Die multireligiösen Herausforderungen in den Kindertagesstätten sind für pädagogische Fachkräfte vielfältig. In den meisten Fällen tauchen die verschiedenen Ausdrucksformen des religiösen Glaubens in Alltagssituationen auf.
Eine besondere Herausforderung im christlichen Glauben stellt die Erläuterung des Osterfestes dar. Im Astrid Lindgren Haus sind wir mit den Kindern den Traditionen auf der Spur gewesen. Das bekannteste Ostersymbol ist das Osterei. Am Mittwoch waren die Kinder fasziniert von der Geschichte der Katharina von Alexandrien, die den Bezug zum Osterei erschließt.
Die Legende von Katharina von Alexandrien und dem Osterei erzählt, wie die kluge Christin dem römischen Kaiser Maxentius die Auferstehung Jesu erklärt.
Die Legende von Katharina oder wie das Ei zum Osterei wurde
„Katharina war eine Königstochter im Ägypterland. Sie lebte vor langer, langer Zeit in der Stadt Alexandria. Damals herrschte dort der Kaiser von Rom. Er hieß Maxentius und war der mächtigste Mensch der Welt. Eines Tages besuchte er seine Stadt Alexandria. Er ließ Katharina zu sich kommen. Sie sollte ihm von Jesus erzählen. Er hatte nämlich erfahren, dass sie eine Christin war. Katharina kannte viele Jesusgeschichten. Der Kaiser hörte gespannt zu. Ihm gefiel das, was Jesus unter den Menschen getan hatte.
Alle seine Ratgeber wunderten sich darüber. Der Kaiser hatte nämlich die Christen verfolgt. Viele waren auf seinen Befehl getötet worden. Katharina erzählte vom Leben Jesu, von seinem Sterben und schließlich auch, dass er von den Toten auferstanden sei. „Von den Toten auferstanden?“ fragte der Kaiser verblüfft. Katharina nickte. Da lachte der Kaiser laut und rief: „Das will ich dir nur glauben, wenn du aus einem Stein neues Leben erwecken kannst.“ Katharina ging betrübt davon. Aber dann kam ihr ein Gedanke. Sie kaufte von einem Bauern ein beinahe ausgebrütetes Entenei. Damit ging sie am nächsten Tag zum Kaiser. „Na, willst du es versuchen?“ spottete der. Sie hielt ihm das Ei entgegen. Die junge Ente riss einen Spalt in die Schale. Der Kaiser schaute geduldig zu, wie sich das kleine Tier aus dem Ei befreite. Der Spott wich ihm aus dem Gesicht. „Scheinbar tot“, sagte Katharina. „Scheinbar tot und doch Leben“. Es heißt, dass der Kaiser sehr nachdenklich geworden sei. So ist das Ei zum Osterei geworden als Zeichen für das, was kein Mensch begreifen kann: Christus ist auferstanden.“
Katharina von Alexandrien gilt als Schutzpatronin der Gelehrten, Schüler und Studenten.
Um die Geschichte kindgerecht zu vermitteln haben die Kinder Rührei zubereitet. Später wurde in den Eierschalen Ostergras ausgesät. Ostergras symbolisiert als frisches Grün das neue Leben.
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