Kommunalpolitik verstehen
24. März 2026

Planspiel „Rüsseldorf“ mit dem Jahrgang 7 der Erich-Kästner-Schule
Der Jahrgang 7 der Erich-Kästner-Schule in Baunatal beschäftigte sich im Vorfeld der diesjährigen Kommunalwahlen im Januar und Februar 2026 intensiv mit dem Thema Kommunalpolitik. Passend zum bereits behandelten Thema im GL-Unterricht konnten die erlernten Begrifflichkeiten und Vorgehensweisen innerhalb politischer Gremien aktiv nacherlebt werden.
Die fünf Schulklassen hatten jeweils einen Vormittag Zeit, sich der Herausforderung zu stellen, ob für die fiktive Stadt „Rüsseldorf“ ein Jugendzentrum errichtet werden soll. Natürlich gibt es in einer solchen Stadt verschiedene Interessengruppen, die ihre Anliegen einbringen möchten. Die Schülerinnen versetzten sich also in die Rollen der Nachbarschaft, der Jugendlichen vor Ort, der Politikerinnen der Mehrheitspartei und der Opposition und es gab jedes Mal einen Bürgermeisterin sowie zwei Fachbereichsleitungen mit ihrer jeweiligen Expertise. Außerdem machte sich das Team der Rüsseldorfer Presse auf den Weg, um möglichst viele aktuelle Entwicklungen in der Stadt aufzuschnappen und für ihre Presseberichte zu nutzen, damit die Bürger*innen der Stadt immer auf dem Laufenden waren.
Auch wenn es einigen Jugendlichen vorerst schwerfällt, sich so plötzlich in eine fiktive Rolle hineinzuversetzen, beispielsweise plötzlich 80 Jahre alt zu sein und eine völlig andere Meinung vertreten zu müssen, kommen die Gruppen am Ende des Tages immer zu guten und konstruktiven Ergebnissen. Sie probieren aus, ihre Meinung klar zu äußern, aber auch Kompromisse einzugehen. So entstehen oft kreative Ideen, wie man alle Interessensgruppen zusammenbringen kann. Eine klare Verteilung von Ordnungsdiensten, die Schalldämmung der Räumlichkeiten und die Verhandlung der Öffnungszeiten kamen ebenso zur Sprache wie generationenübergreifende Angebote. Auch die Finanzierung und die Unterhaltung des fiktiven Jugendraums wurden mitbedacht.
Die abschließende Reflexion gewährte Einblicke in die demokratischen Strukturen und Abläufe im Miteinander und wurden als sehr interessant und aufschlussreich wahrgenommen. Aber auch das Bewusstsein, dass Entscheidungsprozesse auch mal länger dauern können, weil viele verschiedene Beteiligte mitbestimmen, wird hierdurch gestärkt.
Mitarbeitende der Kommunalen Bildungsplanung und des Kinder- und Jugendzentrums „Second Home“ in Baunatal führen das Planspiel gemeinsam durch und freuen sich den Schüler*innen auch die vorhandenen Strukturen für Kinder und Jugendliche in Baunatal durch die Arbeit im Planspiel noch einmal näher bringen zu können. So werden die vorhandenen Angebote des „Second Home“ ebenso besprochen wie die Möglichkeit zur Mitwirkung im „Jungen Forum“.
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