A 49: Kommunen setzen sich für wirksamen Lärmschutz ein
25. Februar 2026

Anliegergemeinden im offenen Gespräch mit der Autobahn GmbH zur weiteren Entwicklung
Vertreter der Anliegerkommunen trafen sich Ende letzten Jahres mit der Autobahn GmbH und sprachen offen über die Entwicklung des Verkehrsaufkommens seit dem Lückenschluss der A 49 an die A 5 im März 2025. Auf Einladung des Fritzlarer Bürgermeisters Hartmut Spogat berieten sich die Vertreterinnen und Vertreter aus Neuental, Gudensberg, Fritzlar, Wabern, Borken, Baunatal und Schwalmstadt über Möglichkeiten des Lärmschutzes und die Regelung der Umleitungsverkehre im Zuge anstehender Sanierungen. Außenstellenleiter Bernhard Klöpfel und sein Team informierten die Anwesenden umfassend. Traditionell nahm mit Horst Hübler auch wieder ein Vertreter der Interessengemeinschaft A 49 (IgL) teil.
Die Messungen auf der betroffenen Teilstrecke der A49 hätten laut Autobahn GmbH Spitzenwerte von bis zu 70.000 Fahrzeugen am Tag ergeben. Damit hätten sich die prognostizierten Verkehrszahlen bestätigt und würden weiterhin, auch unter Berücksichtigung der Schwerverkehre, nicht an die Mindestanforderungen an die gesetzliche Grenze heranreichen, sondern sich maximal 3 dB unter dieser Schwelle bewegen. Erst darüber hinaus würde sich eine neue Rechtslage und damit die Veränderung der Planungen ergeben, so das Team der Autobahn GmbH.
Hinsichtlich der weiteren Planungen informierten sie, dass nach Beendigung der vorläufigen Haushaltsführung des Bundes jetzt notwendige Aufträge an die Planungsgesellschaften vergeben worden seien. Die amtlichen Messerergebnisse sind nicht vor Sommer zu erwarten.
Beim Thema Tempolimit oder Einhausung und damit verbunden die Einrichtung von PV-Anlagen entlang der Autobahn machte Bernhard Klöpfel den Vertretern der Kommunen wenig Hoffnung. Und auch bei der Frage zu temporären Durchfahrtsverboten für Ausweichverkehre bei Staus oder zur anstehenden Sanierung der Fuldaquerung der A44 sehe es nicht besser aus. Der Umleitungsverkehr treffe Bundes- und Landesstraßen, falle also in die Zuständigkeit der Landesbehörde Hessen Mobil.
Auf Vorschlag von Bürgermeister Henry Richter hat die Autobahn GmbH die Prüfung sogenannter Verkehrsversuche nach § 45 StVO über eine mögliche Geschwindigkeitsbegrenzung zugesagt.
Edermünde, Fritzlar und Baunatal beschlossen in ihren Parlamenten die Prüfung temporärer Durchfahrtsverbote nach Vorbild der A8 und A93. Die Autobahn GmbH nimmt das Thema sehr ernst und verweist auf mögliche Verkehrsleitsysteme zur Entlastung der A49. Eine neue Beschilderung auf der Autobahn wird kritisch gesehen.
Unterdessen haben sich die drei Bürgermeister der o.g. Kommunen im Namen der betroffenen Anwohner in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gewandt, mit dem Anliegen, die Maßnahmen zum Lärmschutz entlang der A 49 zu priorisieren.
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