Post mit Herz
18. Dezember 2025

Weihnachtspost aus dem Astrid-Lindgren-Haus
Hallo!
Wir sind alle wichtig!
Wir haben deshalb einen Brief an euch geschrieben.
Wir wünschen euch eine schöne Weihnachtszeit und ein schönes Weihnachtsfest. Und danach ein schönes neues Jahr und viel Glück!
Bei uns zuhause wohnen Wichtel. Die finden wir toll, weil sie Scherze und Streiche machen und uns Briefe schreiben.
Wir haben euch viele Herzen und Sterne gebastelt, wie in der beiliegenden Geschichte. Die könnt ihr ans Fenster hängen, an den Tannenbaum oder verschenken.
Tschüss und liebe Weihnachtsgrüße
Die Vorschulkinder aus dem ALH
Zum wiederholten Mal haben die Schulkinder des Astrid-Lindgren-Hauses an der Aktion „Post mit Herz" teilgenommen. In diesem Jahr haben sich auch die Vorschulkinder angeschlossen. Alles begann vor fünf Jahren mit einem Überschuss an Postkarten. Die Hamburgerin Rumi Kirjakov hatte von der Druckerei einen ganzen Schwung Fehldrucke bekommen, den sie in ihrem Online-Shop nicht verkaufen konnte. Zum Wegschmeißen waren ihr die Karten aber zu schade. Mit Freunden wollte sie die Karten schreiben und mit Keksen an Obdachlose verteilen. Der Freundeskreis dachte dann: Das geht auch größer. Die Corona-Pandemie führte damals kurz vor Weihnachten 2020 zum Lockdown, es gab viele Beschränkungen. „Während wir uns noch in kleinen Gruppen treffen durften, waren die Menschen in Pflegeheimen komplett isoliert. Wir hatten die Idee, ein Zeichen gegen Einsamkeit zu setzen“, sagt Kirjakov.
Mit zehn Freundinnen und Freunden gründete sie kurzerhand die Aktion „Post mit Herz“. Im Dezember 2020 riefen sie bundesweit soziale Einrichtungen dazu auf, sich bei ihnen zu registrieren. Im Gegenzug konnten sich freiwillige Kartenschreiber melden, die ihre Post in die Einrichtungen schickten. Schon bei der ersten Aktion gingen die Zahlen durch die Decke. „Wir hatten mit etwa 100 Menschen gerechnet, denen wir auf diesem Weg liebe Post zu Weihnachten bescheren. Am Ende wurden gleich beim ersten Mal 36.597 Karten verschickt“, erinnert sich Kirjakov. Seitdem ruft das Team, das nur aus Ehrenamtlichen besteht und seine laufenden Kosten über Spenden finanziert, jedes Jahr zu Ostern und Weihnachten zum Kartenschreiben auf. Kartenschreiber bekommen Adressen zugeschickt, an die sie ihre Briefe bis zum 17. Dezember schicken.
In der Gestaltung sind sie frei, Karten können gekauft oder gebastelt werden. Der Text sollte lediglich geschlechtsneutral formuliert werden. Und von Herzen kommen. Im Astrid-Lindgren-Haus kommen die Briefe der Kinder von Herzen. Sie machen sich wirklich Gedanken, wie sie fremden Menschen eine Freude bereiten können und geben sich bei der Gestaltung der Briefe ganz viel Mühe. Die Karten, die wir in diesem Jahr versendet haben, werden ganz in unserer Nähe, in einem Seniorenheim in Vellmar ankommen.
Die Vorschulkinder haben in ihrer Zuckertütenzeit auch Briefe mit Herz gestaltet und Herzen und Sterne ausgeschnitten. Zudem haben sie den Erzieherinnen einen Brief diktiert. Die Freude der Senioreninnen und Senioren, die die Tagespflege des AMP besuchen, haben sich über die persönliche Briefübergabe sehr gefreut:
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