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Wohnen in Baunatal - Räume zum erLeben schaffen

19. August 2025

Zwei Redner auf dem Podium. Im Hintergrund eine Präsentation mit dem Titel "Baunatal - Wohnraumentwicklungskonzept"
Zwei Redner auf dem Podium. Im Hintergrund eine Präsentation mit dem Titel "Baunatal - Wohnraumentwicklungskonzept"
Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger hatten zum Start der Werkstattreihe im vergangenen März die Infoveranstaltung mit Prof. Dr. Uwe Altrock von der Universität Kassel und seinem Team in der Baunataler Stadthalle besucht.

Werktstatt-Reihe mit Experten-Team geht weiter - Interview mit Prof. Dr. Uwe Altrock

Foto von Prof. Dr. Uwe Altrock
Foto von Prof. Dr. Uwe Altrock
Prof. Dr. Uwe Altrock

In dieser Woche setzt das Team um Prof. Dr. Uwe Altrock von der Universität Kassel in der Baunataler Stadthalle die Werkstätten unter dem Motto „Baunatal - Wir schaffen Räume zum ErLeben“ fort. Dazu gibt es zunächst am Freitag, den 22. August, ab 18.30 Uhr im Raum 119 eine Einführungsveranstaltung mit Experten-Vorträgen und einer Podiumsdiskussion. Am Samstag, 23. August, ist ab 10 Uhr im Raum 118 unter der Leitung eines Teams von Uwe Altrock das Wissen und die Mitwirkung der Bürger gefragt.

Im Fokus steht das Thema „Möglichkeiten der Weiterentwicklung von Konversionsflächen“. Uwe Altrock erläutert in einem Interview mit den Baunataler Nachrichten Näheres:

BN: Herr Altrock, Sie veranstalten schon seit März Werkstätten zur Zukunft Baunatals mit Bürgerinnen und Bürgern. Beim nächsten Mal beschäftigen Sie sich mit „Konversion“. Was versteht man darunter und was erwartet die Mitwirkenden?

Uwe Altrock: Mit unseren Werkstätten untersuchen wir genauer, wo in Baunatal noch Wohnungen gebaut werden könnten, ohne wertvolle Flächen am Stadtrand versiegeln zu müssen. Dabei kommt es darauf an, das verträglich auf noch freien Flächen im Stadtgebiet zu machen. Mit den Bürgerinnen und Bürgern haben wir im Frühjahr schon die Einfamilienhausgebiete und die historischen Dorfkerne in den Blick genommen. Und nun wollen wir gemeinsam analysieren, ob auch auf gewerblich genutzten Flächen Wohnungen ergänzt werden könnten. Mit „Konversion“ bezeichnet man in der Fachsprache, wenn die Nutzung einer Fläche umgewandelt wird, beispielsweise wenn sich eine Industriebrache zum Wohngebiet weiterentwickelt.

BN: Werden dadurch nicht wichtige Arbeitsplätze aus der Stadt verdrängt?

Uwe Altrock: Wir schauen vor allem darauf, was passieren könnte, wenn ein Unternehmen sowieso einmal einen Standort aufgibt oder seine Arbeitsabläufe ändert. Dann kann man manchmal auf der gleichen Fläche Arbeitsplätze mit Wohnungen kombinieren, wenn man höher und dichter baut. Und das kann sogar verträglicher sein, als in Wohngebieten immer noch mehr neue Häuser unterzubringen.

BN: Aber gibt es dafür in Baunatal überhaupt geeignete Flächen?

Uwe Altrock: Für uns kommen vor allem Flächen in der Innenstadt in Frage, die gut an den öffentlichen Verkehr angebunden sind und in deren Nähe sowieso gewohnt wird. Besonders wollen wir uns mit dem Stadtzentrum auseinandersetzen, das städtebaulich noch attraktiver werden könnte, wenn dort zusätzliche Wohnungen entstehen. In anderen Städten ist das vielerorts schon Alltag.

BN: Wie können denn die Baunataler erfahren, welche guten Beispiele Sie da im Kopf haben?

Uwe Altrock: Am Freitag findet ein Vortragsabend zur Einführung in das Thema statt. Clemens Exner von der NH Projektstadt und Matthias Foitzik von foundation 5+ Architekten aus Kassel werden Beispiele vorstellen, die sie betreut und entwickelt haben.

BN: Und wie gestaltet sich dann am Samstag die Werkstatt selbst?

Uwe Altrock: Am Samstag, den 23.08. werden wir um 10 Uhr beginnen, einen kleinen Rundgang durch das Stadtzentrum machen und dann in Arbeitsgruppen bis zum Nachmittag gemeinsam zeichnen, entwerfen und diskutieren, wie sich bestimmte Flächen langfristig entwickeln könnten. Besonders wichtig ist dabei, was die Bürgerinnen und Bürger als verträglich und attraktiv für ihre Stadt betrachten. Alle Interessierten sind zur Mitwirkung eingeladen.

Unterstützt werden wir von der Moderatorin Anna Holzinger aus Berlin und dem Städtebauarchitekten Hans-Helmut Nolte aus Kassel. Unsere gesammelten Vorschläge werden wir im Herbst der Stadt übergeben.

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