Natur Tag im Astrid-Lindgren-Haus
23. April 2025

Mittwochs ist Natur Tag im Astrid-Lindgren-Haus.
Nicht alle Kinder, jedoch ein großer Teil, freuen sich auf den Tag im Wald oder im Garten. Die Natur ist für Kinder immer ein sehr wichtiger Ort, der sie in ihrer Entwicklung enorm unterstützt. Die Kinder bekommen nicht nur frische Luft und Bewegung, sondern lernen ganz nebenbei viele Dinge durch Beobachten, Wahrnehmen und Erfahren. Das macht die Natur und insbesondere den Wald mit seinen zahllosen Tier- und Pflanzenarten besonders interessant. Im Wald nutzen die Kinder automatisch all ihre Sinne. Kinder riechen das Laub und die Fichten, sie hören die Vögel zwitschern, sie sehen kleinste Lebewesen und Blumen und fühlen den Waldboden und den Tannenzapfen in ihrer Hand. Sie ertasten auch die Rinde am Baumstamm oder an heruntergefallenen Ästen und lassen Ameisen oder Käfer über ihre Hand laufen. So wird der Wald für Kinder zu einer wahren Sinnesreise. Die Natur trägt nachweislich auch zur Entspannung bei. Das Spielen der Kinder im Wald ist zumeist viel friedvoller und kreativer, als in der Kita. Wir erwachsenen sind immer wieder überrascht, wie interessiert die Kinder an ihrer Umwelt sind und wie groß ihr Wissen zu ökologischen Zusammenhängen. Die Vermeidung von Umweltverschmutzung und der Naturschutz sind schon jetzt wichtige Themen für die Kinder. In den letzten Monaten haben wir die Möglichkeiten der alltagsintegrierten Sprachförderung in der Natur genutzt. So wird ein Bum zu einem Fabelwesen, eine Wurzelhöhle wird zu einem zuhause und aus Ästen, Steinen und Zapfen, werden Nahrungsmittel. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das automatisch im Wald ein Körpertraining stattfindet ist selbstredend. Kinder balancieren im Wald über den umgefallenen Baum, klettern den Abhang nach oben oder flitzen über den wurzeligen Boden. Ganz automatisch werden dabei Gleichgewicht, Koordination und Motorik trainiert. Das Immunsystem wird gestärkt durch die frische Luft, die Bewegung, den Kontakt zu natürlichen Allergenen und auch der Umgang mit Naturmaterialien und Matsch trägt zur Stärkung des Immunsystems bei.
Tage in der Natur sind großartig. Da sind sich (fast) alle einig.
Und auch die Wissenschaftler Polz und Gerald Hüther unterstreichen in ihren Forschungen immer wieder die Wichtigkeit der Naturerlebnisse für die Kinder und sehen die Natur als Entwicklungsraum:
„Für uns Erwachsene ist die Natur meist ein Ort zum Entspannen, Entschleunigen und Erholen. Für Kinder jedoch ist sie weit mehr, sie ist Entwicklungsraum. Herbert Renz-Polster und Gerald Hüther beschreiben dies folgendermaßen: „Natur ist für Kinder so essenziell wie gute Ernährung. Sie ist ihr angestammter Entwicklungsraum. Hier stoßen die Kinder auf vier für ihre Entwicklung unverhandelbare Quellen: Freiheit, Unmittelbarkeit, Widerstandsfähigkeit, Bezogenheit“ (Renz-Polster/Hüther 2019, S. 9)
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- 31.03.2026So, 17.05.2026, 01:00 UhrReligiöse Bildung im Astrid-Lindgren-Haus oder Rund ums Ei