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Mit dem ersten Spatenstich haben vergangenen Montag die Bauarbeiten zum neuen Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Kassel offiziell begonnen. Die Anlage wird eine Feuerungswärmeleistung von 186 Megawatt erreichen und 2012 in Betrieb gehen. Damit sollen die Kapazitäten zur Strom- und Wärmeerzeugung am Standort Kassel erweitert werden. Parallel wird durch die moderne Kraftwerkstechnologie die Energieeffizienz deutlich steigen.
Den ersten Spatenstich für das neue Kraftwerk setzte die Dezernatsleiterin für Immissions und Strahlenschutz im Regierungspräsidium Kassel, Astrid Tanneberg, gemeinsam mit dem Baunataler Bürgermeister, Manfred Schaub, dem Geschäftsführer der Volkswagen Kraftwerk GmbH, Raimund Wunder, dem Kraftwerksleiter Heinrich Nientiedt, Dr. Holger Rose, Werktechnik Kassel und Renate Müller, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des Werkes Kassel.
„Mit der neuen Gas- und Dampfturbinenanlage verbessert Volkswagen die Zukunftsfähigkeit der Energieerzeugung für das Werk Kassel nachhaltig. Versorgungssicherheit für den Standort geht bei uns nicht zu Lasten der Umwelt“, betonte Raimund Wunder. Das neue Kraftwerk wird durch die Kraft-Wärme-Kopplung einen Jahresnutzungsgrad von über 75 Prozent erzielen. Das bedeutet für die Umwelt: Im Vergleich zur getrennten Erzeugung von Strom und Wärme können mit dem modernen Kraftwerk 30 Prozent Erdgas bzw. Heizöl eingespart werden. Die CO2-Emissionen sinken im gleichen Umfang.
Baunatals Bürgermeister Schaub begrüßte die Errichtung des neuen Kraftwerks. „Die Investition in eine zukunftsfähige und energieeffiziente Energieversorgung setzt ein wichtiges Signal für den Standort Baunatal. Die hohe Umweltverträglichkeit des Kraftwerks leistet darüber hinaus einen Beitrag, die Lebensqualität in der Stadt Baunatal weiter zu steigern,“ so Schaub, der auf die gute Zusammenarbeit mit Volkswagen bei der Fernwärmeversorgung hinwies.
Das Volkswagen Heizkraftwerk Kassel mit einer Feuerungswärmeleistung von 300 Megawatt versorgt in Kraft-Wärme-Kopplung das Werk Kassel mit Strom und Heizwärme sowie die Stadt Baunatal mit Fernwärme. Parallel zum Neubau der Gas- und Dampfturbinenanlage modernisiert Volkswagen die bestehende Anlage. Bereits 2009 wurde ein Hochdruck-Dampfkessel durch einen effizienteren Heißwasserkessel ersetzt; der zweite folgt im nächsten Jahr. Durch die Modernisierung und Erweiterung der Kraftwerkskapazitäten wird Volkswagen ab 2012 den Strombedarf des Standorts Kassel zu 75 Prozent und den Wärmebedarf zu 100 Prozent decken können.