Infoclip
Anzeige
„Der letzte Winter war eine richtige Bewährungsprobe für das Haus und es hat hundertprozentig geklappt“, erzählte Werner Bracht anlässlich einer Bauinformation der Stadt Baunatal anlässlich der „Woche der Sonne“ äußerst zufrieden. Er wohnt seit August vergangenen Jahres in seinem neuen KFW40-Haus im Musterbaugebiet „Am obersten Heimbach“ in Großenritte, das mit Erdwärme und Wohnraumlüftungsanlage energetisch versorgt wird. Werner Bracht zu den Baufamilien, die zusammen mit Bauinteressierten von der Stadt Baunatal zu einer Informationsveranstaltung eingeladen waren. An dem Nachmittag bestand für die Bauherren die Möglichkeit der Prüfung, ob ihr tatsächlicher Energieverbrauch nach einem Jahr den errechneten Werten entspricht. „Unser Energiebeauftragter Markus Mannsbarth und der Kooperationspartner DeENet ist gern bereit, die Eckdaten gemeinsam mit Ihnen durchzugehen“, hatte Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz die Gäste begrüßt, „denn manchmal kann durch effizientes Lüften oder einem Dreh an der verwendeten Anlage, noch mehr Energie eingespart werden.“
Gekommen waren aber auch Bauinteressenten, die näheres über das Baugebiet und Fördermöglichkeiten wissen wollten. Wie beispielsweise Nadine und Daniel Wicke aus Kassel, die sich bereits für ein Grundstück entschieden haben und sich freuen, bald mit dem Bau anfangen zu können. „Meine Eltern wohnen in Baunatal“, erzählte die künftige Bauherrin, „ich weiß daher genau, was hier alles geboten wird, so dass wir uns garantiert wohl fühlen werden.“
Das Bauangebot werde fleißig und interessiert angenommen, konnte Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz berichten. So sind von den 76 Grundstücken bereits 36 verkauft worden, davon sind 17 bereits bezogen und 16 Gebäude befinden sich im Bau. Bisher wohnen 68 Personen, davon 25 Kinder und Jugendliche im Baugebiet. „Wir hatten uns einen längeren Zeitraum gesetzt“, sagte die Baudezernentin, „die Resonanz übertrifft unsere Erwartungen.“
Die Stadt Baunatal unterstützt die Bauinteressenten mit bis zu 8.900 Euro zinsfreien Darlehen. Voraussetzung für den Bau in dem vom Land Hessen geförderten Musterbaugebiet, ist ein Einsparung von mindestens 15 Prozent weniger Energie als in der Energiesparverordnung vorgegegeben sind. Außerdem muss eine erneuerbare Energieform benutzt werden. Ob Solarthermie, Wärmepumpe oder andere Maßnahmen kann der Bauherr selbst entscheiden. Außerdem muss ein Energieberater beteiligt sein.
„Die allgemeine Förderung durch den Bund wird desolat, ständig gibt es neue Verordnungen“, legte Armin Raatz vom Partner DeENet in einem kleinen Vorrag einen Wehrmutstropfen auf künftige Bauherren, „nach einer neuen Verordnung gibt es ab Juni für die Solarförderung keine KfW-Darlehen mehr.“ Prognosen belegen, dass die fossilien Energien keine 200 Jahre mehr reichen. So warb er auch für die Nutzung von Biomasse, Erdwärme oder Pellets.
Welchen Beitrag jeder einzelne nicht nur durch erneuerbare Energien zum Verringerrung des Emissionsausstoßes und auch zur Entlastung des Geldbeutels leisten kann, können Sie hier erfahren. Anhand von Durchschnittswerten können die persönlichen Daten rund um alle Lebensgewohnheiten eingegeben werden. Der CO2-Rechner erfasst die Bereiche Konsum, Ernährung, Flugverkehr, öffentlicher Verkehr, Privatfahrzeuge, Strom, Heizung und öffentliche Emissionen. Dort werden Einspartipps vorgestellt. Die öffentlichen Emissionen werden ausgespart, da durch staatliche Aktivitäten entstehen und durch den einzelnen Bürger kaum beeinflusst werden können. Die Tipps sind an das Buch „CO2-Zähler“ aus dem Pendos-Verlag angelehnt. „Mit einem persönlichen Login besteht die Möglichkeit, die persönliche Bilanz abzuspeichern und über einen längeren Zeitraum hinweg die Zeile zu verfolgen und zu dokumentieren“, stellte Baunatals Energiebeauftragte Markus Mannsbarth den neuen Service vor, „man kann sie auch ohne Login erstellen und bei Bedarf erst am Ende abspeichern.“
An fiktiven Zahlen zeigte er unglaubliche Einsparpotentiale und bot an, selbst das System auszuprobieren. „Outen“ wollte sich dennoch niemand. Das wollen die Anwesenden lieber zu Hause allein ausprobieren.