Infoclip
Anzeige
„Wir freuen uns, dass es die Baunsbergschule trifft, die so hervorragende Arbeit leistet“, betonte Vizelandrätin Susanne Selbert, nachdem nun ein großes Bauschild in der Straße An der Trift auf die Großbaumaßnahme hinweist, wonach die Gebäude aus den 50er Jahren grundhaft saniert werden und ein Neubau für mehr Platz sorgen soll. Rund 2,5 Millionen Euro stehen dem Landkreis aus dem Investitionsprogramm des Bundes zur Verfügung, um in drei Bauabschnitten bis zum Frühjahr 2011 die Schule für die Zukunft fit zu machen. Klassen, Lehrerzimmer, Sekretatiat und Toiletten sind muffig. Außerdem müssen die rund 80 Schüler und 17 Lehrer sich auf engem Raum bewegen.
Zunächst entsteht ein neues Gebäude im Bereich des jetzigen Schulhofs mit je zwei Klassen- und Gruppenräumen, einer Lehrküche und einer Aula. Das Gebäude soll mit Basalt eingekleidet werden, der auch schon für die alten Gebäude verwendet wurde. Das steht im Zusammenhang mit den Auflagen des Landesamtes für Denkmalpflege, da zwei der Gebäude unter Denkmalschutz stehen. Dort werden die Putzfassaden und Fenster überarbeitet beziehungsweise ausgetauscht. Im inneren Bestand mit Werkräumen, Klassen und der Verwaltung werden Wände, Böden, Decken sowie die Toilettenanlagen erneuert und die Räume vereinzelt neu strukturiert.
Ende März sollen die Arbeiten für das neue Gebäude mit einer Geschoßfläche von 560 Quadratmetern starten, das sich harmonisch in den Bestand einfügen wird. An der Frontseite wird der Neubau nur vier Meter aus dem Boden ragen, das trage zur Akzeptanz bei den Nachbarn bei, so Architektin Karin Knobloch vom Planungsbüro RSE. Außerdem bekommt er ein begrüntes Dach. Das neue Gebäude diene sozusagen als Pufferfläche, so dass der Schulbetrieb weiter laufen kann, erläuterte Architekt Stefan Stiegel, „wir brauchen kein Container-Dorf.“ Ende der Sommerferien soll der Neubau stehen, dann ziehen die Schüler um und Schritt für Schritt geht die Sanierung in dem alten Bestand weiter. Schülertoiletten im Keller werden neu angelegt, Lehrerzimmer vergrößert. Im Dachgeschoss soll ein Snouzelen-Raum zum Rumhängen für die Schüler entstehen.
Bei den Sanierungen und dem Neubau setzt der Landkreis auch auf ein neues Energiekonzept. So wird die Schule an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Baunatal angeschlossen. „Die Heizungswärme wird vom Kraftwerk des Volkswagenwerks geliefert, dass gleichzeitig gestützt werde“, erläuterte Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz. Außerdem zeigte sie sich sehr erfreut, dass mit der Baumaßnahme „ein kleiner aber feiner Teil der Bildungslandschaft im Schulstandort Baunatal“ gefestigt wird. Da die Schule mitten im Wohngebiet liegt, sind Lärm und Staubbelästigungen nicht ausgeschlossen. Daher warben die Stadträtin und Vizelandrätin schon jetzt um Verständnis. Die mit der Bauleitung beauftragten Baufirmen sind sich dieser Situation bewusst und würden die baubedingten Störungen so gering wie möglich halten. Am 8. März findet eine Informationsveranstaltung für die Anwohner statt, in der sie umfassend informiert werden. Schüler und Lehrer freuen sich gleichermaßen, dass es nach langer intensiver Vorplanung endlich losgeht“, freute sich Schulleiterin Petra Barkey, mit der Schulsanierung werden die Lernbedingungen verbessert, denn Schule soll auch Lebensraum sein.“
Im April 2011 soll die Sanierung bereits beendet sein.