Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
A A A

11.01.2012

Renaturierung für Landschafts- und Hochwasserschutz

Um künftige Hochwasserkatastrophen im Einzugsgebiet der Bauna wie im Jahr 1992 zu verhindern, das für Schäden in Millionenhöhe geführt hat, hat der Verband für Hochwasserschutz Baunatal-Schauenburg in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Schutzmaßnahmen auf den Weg gebracht: Den Kleinstrückhalt in Hoof, den Regenrückhalt Katzenmühle und den Polder Schefferfeld in den Schauenburger Gemarkungen sowie kleinere Maßnahmen wie die Renaturierung im Eingangsbereich von Altenritte.

Jetzt soll in einem weiteren Schritt die Bauna an einigen Stellen renaturiert werden.Die Leitlinie, dass Wasser bei Starkregen in begradigten Bachläufen und teilweisen Einbauten von sogenannten Beton-Sohlabstürzen schneller wegfließt, hatte teilweise heftige Folgen, weil mitgetragenes Treibgut schnell die Abflüsse verstopfte.

Schritt für Schritt soll dem Gewässer im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) wieder mehr Raum gegeben und die Durchgängigkeit wieder hergestellt werden. So sollen an drei Stellen die Beton-Sohlabstürze zu "Becken-Regel-Pässen" umgebaut werden.

Spatenstich (v.r.) Die Bürgermeister Ursula Gimmler (Schauenburg) und Manfred Schaub (Baunatal), Verbands-Geschäftsführer Horst Brixel, Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister, 1. Beigeordneter Frank Nehm (Schauenburg), Bauleiter Dirk Eskuche, Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz und Fachbereichsleiter Uwe Schenk zoom
Spatenstich (v.r.) Die Bürgermeister Ursula Gimmler (Schauenburg) und Manfred Schaub (Baunatal), Verbands-Geschäftsführer Horst Brixel, Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister, 1. Beigeordneter Frank Nehm (Schauenburg), Bauleiter Dirk Eskuche, Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz und Fachbereichsleiter Uwe Schenk
 

Die vorhandenen Betonsockel werden entfernt und durch einen stufenartigen Aufbau aus Natursteinen ersetzt. Die "Rauen Rampen" ermöglichen auch den Fischen, künftig die Bauna aufwärts zu schwimmen", erklärte Umwelt-Staatssekretär Mark Weinmeister in der vergangenen Woche im Rathaus. Er war gekommen, um einen Bewilligungsbescheid über 21.000 Euro zu überbringen, den 80-prozentigen Anteil der Kosten, mit denen sich das Land Hessen an Renaturierungsmaßnahmen beteiligt.

Mark Weinmeister lobte aber auch den bisherigen Hochwasserschutz, der sogar bei der EXPO 2000 in Hannover auf weltweites Interesse stieß. "wir haben seitdem eine Menge für den Hochwasserschutz getan“  sagten Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub und Schauenburgs Bürgermeisterin Ursula Gimmler.
Nach der Erarbeitung eines Renaturierungskonzepts des Büros Roettcher Ingenieurconsult unter großer Bürgerbeteiligung sollen zunächst die Betonsperren in der Eichhofstraße in Hoof sowie in Höhe des Aqua-Parks und in der Nähe der Langenbergstraße abgebaut werden, um so eine natürliche Gewässerbewegung zu erreichen. Außerdem sollen später an weiteren Orten Umbauten entlang der Bauna das Konzept ergänzen, um die Erlebbarkeit des Gewässers als Lern- und Spielort oder als attraktiven Bestandteil in den Ortsmittelpunkten zu er-
reichen.  

 
Direkt zur Navigation zum Seitenanfang Direkt zum Inhalt
 
Footer