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Vorstellung Kindertagesstätten

Vorbemerkungen

Siehe auch:

 

Öffnungszeiten der Einrichtungen:

Kindergärten: 07:00 - 16:30 Uhr
Kinderhorte und Familiengruppe (A-L-H): 07:00 - 17:00 Uhr

 

 

Ziele der pädagogischen Arbeit im Kindergarten

Der Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit liegt in allen Kindertagesstätten darin, das Kind zu befähigen, seine gegenwärtige und zukünftige Lebenssituation zu bewältigen. Dabei steht das Wohl des Kindes an erster Stelle. Das Kind soll den Kindergarten als familienergänzenden Erfahrungsraum annehmen können, sich selbst als handelnde Persönlichkeit erleben und Freude am Leben in der Gemeinschaft empfinden. Um dies zu erreichen, muss das Kind folgende Fähigkeiten erlernen: Selbstbestimmung, Gemeinschaftsfähigkeit und Entfaltung seiner individuellen Persönlichkeit.

Ausgehend von der aktuellen Handlungskompetenz des Kindes steht immer die ganzheitliche Förderung im Vordergrund und bezieht sich auf den sozialen, den emotionalen, den motorischen und den kognitiven Bereich.

In allen Kindertagesstätten ist die Betreuung behinderter Kinder in einer integrativen Gruppe (Betreuung von behinderten und nicht behinderten Kindern in einer gemeinsamen Gruppe mit gesenkter Gruppenstärke) möglich, soweit nicht besondere bauliche Voraussetzungen vorhanden sein müssen. Darüber hinaus sind die Kindertagesstätten Am Stadtpark, Pestalozzi, Altenritte und Hünstein rollstuhlgerecht und mit zusätzlichen Therapieräumen ausgestattet. Bei 1 – 2 behinderten Kindern wird die maximale Gruppenstärke von 25 Kindern auf 20 Kinder abgesenkt, bei 3 behinderten Kindern auf 18 und bei 4 – 5 behinderten Kindern auf maximal 15 Kinder insgesamt. Es werden durchschnittlich 11 behinderte Kinder jährlich in Baunataler Kindertagesstätten betreut.

 

 

So werden vor allem folgende Elemente daraus gefördert

Integration und Selbständigkeit, Toleranz und Verantwortungsbewusstsein, Gemeinschaftsfähigkeit und Kooperationsbereitschaft, das Werte- und Normenverständnis, die Bindungsfähigkeit im außerfamiliären Bereich, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Wahrnehmung und Ausdrucksfähigkeit eigener Bedürfnisse und Gefühle, Belastbarkeit und Kritikfähigkeit, emotionale und körperliche Stabilität, grob- und feinmotorische Bewegungskoordination, die Fähigkeit zum logischen Denken und zur Problem- und Konfliktlösung.

 

 

Ziele der pädagogischen Arbeit im Kinderhort

Der Kinderhort stellt als freizeitpädagogische Einrichtung unter Einbindung der Schule (Hausaufgabenerledigung) Entspannung und Ausgleich zu dieser dar. Er ist verlässlicher Anlaufpunkt für Grundschulkinder, bietet über das Freizeitangebot hinaus weitere Betreuungs-, Erziehungs-, und Bildungsmöglichkeiten und dient als Ort der Geborgenheit und Sicherheit.

Im Kinderhort steht die altersgerechte Entwicklung des Kindes unter Beachtung seines Wohlergehens an erster Stelle. Hier soll das Kind Gelegenheit bekommen, sich selbst und seine Rolle in der Gemeinschaft zu erkennen, weiterzuentwickeln und die Folgen individueller Entscheidungen selbst zu erfahren und zu bewerten. Durch Entdeckungs- und Experimentiermöglichkeiten soll das Kind eigene Interessen und Neigungen erkennen und ihnen nachgehen können. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Stärkung der Sozial- und der Sachkompetenz des Kindes gelegt.

 

 

Ziele der pädagogischen Arbeit in der Familiengruppe

In der Familiengruppe (altersstufenübergreifende Gruppe) werden Kinder im Alter von 3-11 Jahren betreut, die flexibel auf die unterschiedlichen Bedarfsformen eingeht. Dazu zählen vor allem die verlässlichen Beziehungen, die Fürsorglichkeit und die Rücksichtnahme, das soziale Lernen, Entwicklungsmöglichkeiten, Selbstbestimmung und Selbstorganisation sowie die Alltagsorientierung. Die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Kindererziehung wird hier groß geschrieben, so dass die Betreuung von Geschwistern in unterschiedlichen Altersstufen in einer Gruppe gesichert ist.

Hervorzuheben sind die sozialen Lernmöglichkeiten: ältere Kinder lernen Rücksichtnahme, Toleranz und Hilfsbereitschaft und jüngere Kinder erhalten vielfältige Anregungen, sie beobachten und lernen, die Bedürfnisse und Wünsche der Älteren zu respektieren, aber auch sich durchzusetzen.

 

 

Tagesablauf in den Kindergärten

Ein geregelter und immer wiederkehrender Tagesablauf dient den Kindern zur Orientierung und gibt ihnen Sicherheit. Die Kinder sollen zwischen 8.30 und 9.00 Uhr in der Einrichtung eingetroffen sein, um ihr Freispiel ausleben zu können. Zwischen 8.00 und 10.00 Uhr wird in den einzelnen Gruppen gefrühstückt. Hierfür bringt jedes Kind sein eigenes Frühstück von zu Hause mit (Tee wird bereitgestellt). Aktivitäten im Vormittagsbereich: Spielen im Freien, Basteln mit verschiedenen Materialien, Koch- und Backtage, Singen, Spielen, Turnen und Vorlesen.

Vor dem Mittagessen findet ein Stuhl- oder Abschlusskreis statt, um den Vormittag gemeinsam abzuschließen. Je nach Anmeldung werden die Halbtagskinder abgeholt oder nehmen am Mittagessen teil. Zähne werden immer nach den Mahlzeiten geputzt. Die Ganztagskinder ruhen bzw. schlafen zwischen 13.00 und 14.00 Uhr, um sich von den Ereignissen des Vormittags zu erholen. Den Nachmittag verbringen die Kinder entsprechend mit verschiedenen Aktivitäten, wie z.B: Schwimmbadbesuch, Zeit zum Freispiel, Bastelaktionen etc.

 

 

Tagesablauf in den Kinderhorten

Der Tag im Hort gliedert sich in drei Teile:

  • Mittagessen
  • Sozialpädagogisch betreute Freizeit
  • Lern- und Arbeitszeit

Das Mittagessen wird nach der Schule im Hort eingenommen. Kinder, die schon früher eintreffen, haben die Möglichkeit im Freispiel ihren eigenen Bedürfnissen und Neigungen nachzugehen. In dieser Zeit gibt es Beschäftigungsangebote und Zeit, mit den Erziehern über Schule, Familie oder über aktuelle Gegebenheiten zu sprechen. Nach dem Essen haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben zu erledigen, sich draußen an der frischen Luft auszutoben oder in der Einrichtung zu spielen. In der Freispielzeit werden von den Erziehern spezielle Aktionen angeboten. Vor Unterrichtsbeginn oder in den Ferien werden die Kinder ebenfalls pädagogisch betreut.

 

 

Jahreszeitliche Feste

Das Durchführen von Veranstaltungen im jahreszeitlichen Ablauf ist eine schöne und wichtige Tradition im Kindergarten. Das gemeinsame Vorbereiten und Feiern dieser Feste stärkt das Sozialverhalten und das Gruppengefühl der Kinder und hilft den Kindern, sich im Jahresverlauf zu orientieren. Die Kinder lernen durch Bastelaktionen, Geschichten, Spiele und Lieder die Feste kennen. Sie erfahren, welchen Ursprung diese Feste haben, denn oft werden sie zwar gefeiert, aber keiner weiß, warum. Folgende Feste werden in den Einrichtungen gefeiert: Karneval, Ostern, Sommerfest, Laternenfest, Nikolaus, Weihnachten etc. Ein besonderer Höhepunkt sind die einzelnen Geburtstage, denn da darf das Geburtstagskind den Tagesablauf mitgestalten und es ist ein Erlebnis, an diesem Tag im Mittelpunkt der Gruppe zu stehen.

 

 

Aufnahmeverfahren:

Die Kinder werden durch die Erziehungsberechtigten angemeldet. Dies kann in der Einrichtung oder in der Stadtverwaltung (Bürgerbüro oder Fachabteilung) erfolgen. Bei der Anmeldung wird die jeweils aktuelle Gebührenordnung und Benutzungssatzung ausgehändigt.

Vor dem Aufnahmetermin wird in einem gemeinsamen Gespräch mit Erziehungsberechtigten, dem Kind und Vertretern der Einrichtung alles notwendige für den Kindergartenalltag besprochen (z. B. Tagesablauf, notwendige Formalitäten). Es besteht die Möglichkeit, einen Schnuppernachmittag zur leichteren Eingewöhnung für das Kind zu vereinbaren.

Elternarbeit:

Der regelmäßige Informationsaustausch und Kontakt zwischen Erziehern und Eltern ist sehr wichtig. Die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Kindergarten ist zur Verwirklichung der pädagogischen Ziele von größter Bedeutung. Die Elternarbeit beinhaltet: Wahl des Elternbeirates, Elternabende, Bastelabende, bei Festen und Feiern aktiv mitzuwirken und Tür- und Angelgespräche oder individuelle Gespräche, um die Möglichkeit zu haben, sich über den Entwicklungsstand des Kindes zu informieren.

Zusammenarbeit mit:

  • Kindertagesstätten untereinander
  • Pädagogische Fachberatung
  • Frühförderstellen des Landkreises
  • Therapeuten
  • Kinderärzten
  • Jugendamt
  • Gesundheitsamt
  • Grundschulen
  • Fachschulen